Über die Verleumdungskampagne gegen Thomas Schulz, aka„Schmuddel“

Im März/April 2008 begann der so genannte Nationale Widerstand Dortmund und der Zusammenschluss der so genannten Autonomen Nationalisten der AG-Ruhr-Mitteim Verbund mit der rechtsradikalen Internetplattform Altermedia die Geschehnisse um den Mord an den antifaschistischen Dortmunder Punk Thomas Schulz umzuschreiben.
Die nationalsozialistische Variante der „Autonomen Nationalisten“ sieht vor, dass Thomas Schulz mit 20 anderen den Naziskin Sven Kahlin angriff und Sven Kahlin sich verteidigen musste und somit Schmuddel selbst die Schuld an seinem Tod habe.
Ostermontag – 28.3.2005
Am Abend des Ostermontags (28.3.2005) um ca 19.00 Uhr wollte der rechte Skinhead Sven Kahlin mit einer Freundin in der U-Bahn-Station Kampstraße eine Bahn nehmen.
Sven Kahlin war zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt, zählte schon seit geraumer Zeit zur „Skinhead-Front Dortmund Dorstfeld“ und besuchte die Demonstrationen der „Kameradschaft Dortmund“. Juristisch war er schon zweimal aufgefallen. Zuletzt war er am 7.3.2005 wegen Körperverletzung in zwei Fällen (davon in einem Fall in Tateinheit mit Nötigung) verurteilt worden. Hierbei hatte er mit zwei anderen rechten Skins am 26.6.2004 in einer Bahn einen Punk bedroht und diesen dann hinterrücks angegriffen. (67 Ds 155 Js 481/04 = 31/05)
Am besagten Abend fuhren Kahlin und seine Freundin auf dem Weg zu den Bahnsteigen die Rolltreppen zu den Gleisen herab. Eine ca. 20 köpfige Gruppe Punks befand sich auf der gegenläufigen Rolltreppe auf den Weg nach oben. Es kam zu gegenseitigen Beschimpfungen. Unten an der Rolltreppe angekommen rief Sven Kahlin den Punks sinngemäß nach, wenns ie was von ihm wollten, sollten sie doch zu ihm herkommen. Die Punks waren auf dem Weg zu einem Konzert und allein der 31jährige Punk Thomas Schulz, auch „Schmuddel“ genannt, kam die Treppe herunter und wollte Sven Kahlin für seine Sprüche zur Rede stellen. Kahlin und seine Freundin gingen auf ihn zu und der Naziskin meinte, Thomas solle seine Klappe halten. Es kam zu einem Wortgefecht. Kahlins Freundin hatte kein Interesse an der Auseinandersetzung, versuchte Sven Kahlin zum Weggehen zu bewegen und zog ihn weg. Thomas Schulz folgte ihnen und versuchte den Disput weiter fortzusetzen. Was der stark Angetrunkene und Bekiffte aber nicht mitbekam war der Umstand, dass der Nazi aus seiner Bomberjacke ein 15 cm langes, beidseitig geschliffenes Wurfmesser gezogen hatte. Dieses hielt Sven Kahlin so, dass die Waffe für Thomas Schulz verborgen blieb. Als die U-Bahn einfuhr stach Sven Kahlin unvermittelt und mit großer Wucht zu. Thomas Schulz brach zusammen undKahlin und seine Freundin flohen. Trotz Notmaßnahmen des Notarztes auf dem Bahnsteig und einer Notoperation im Krankenhaus konnte Thomas Schulz nicht gerettet werden. Er starb am selben Abend.
Am nächsten Tag wurde die Leiche von Thomas Schulz obduziert. Dabei stellte sich heraus, dass der tödliche Stich zu Thomas Herz mit enormer Wucht ausgeübt worden war. Das Messer durchdrang Brustwand und Brustbein und durchstach beide Herzkammern. Der Stichkanal wies eine Länge von 15 bis 16 Zentimeter auf. Bei einer 15 Zentimeter langen Klinge.
(Quelle: Urteil der 1. großen Strafkammer des Landgerichts Dortmund vom 17.11.2005)



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